Sioux West e.V. Freiburg
VORWORT
Die Sioux waren eine Völkergruppe, die sich als sogenannte Büffeljäger im Gebiet der Black Hills aufhielt und bewegte. Die Teton Lakota bestanden aus sieben Gruppen, den sogenannten 7 Ratsfeuern und waren von Süd nach Nord gesehen unter folgenden Bezeichnungen bekannt:
Oglala/Brule'/Miniconjou/Two Kettle/ Blackfoot (Sihasapa)/Sans Arc/Hunkpapa.
Dieses Volk wurde bekannt, durch Ihren Widerstand gegen die weißen Eroberer, durch
die Schlacht am Little Big Horn, aber auch durch Verträge mit dem weißen Mann, wie z. B. dem Vertrag von Fort Laramie sowie durch ihren großen Seher Sitting Bull, die Häuptlinge Red Cloud, Crazy Horse oder Gall. Diese Indianer waren durch Ihr äußeres Erscheinungsbild, ihre prächtigen Gewänder und Federhauben, das Idealbild des Indianers.
Heute erkennen wir, daß die Mähr vom bluttrünstigen Wilden ein Vorurteil des weißen Mannes war, das den Einwanderern und Kolonisatoren suggeriert wurde, um die Besiedelung Amerikas durch die Vertreibung und Tötung der Indianer, zu beschleunigen. Erst der Nachkriegsgeneration wurde deutlich vor Augen geführt und durch authentische historische Tatsachen belegt, daß der Indianer als Bewahrer der Natur und der natürlichen Resourcen zu sehen ist. In unserer industrialisierten Welt wird immer deutlicher, daß indianisches Gedankengut für die Erhaltung unseres Lebensraumes Erde immer wichtiger wird. In vielen Bevölkerungsschichten erinnert man sich an die Indianer, die uns in vielen Aussagen, zur Erhaltung und Bewahrung der "Mutter Erde" aufforderten. Zum Verständnis des indianischen Gedankengutes nachstehend eine Weisheit von Lame Deer: Laßt uns alle hier niedersitzen in der freien Prärie, wo wir keine Straße und keinen Zaun sehen. Sitzen wir uns nicht auf eine Decke, unsere Körper sollen den Boden spüren, die Erde, den Widerstand der Stauden, die sich unserer Berührung anpassen. Das Gras soll unsere Matraze sein, damit wir seine Schärfe spüren und seine Weichheit. Laßt uns wie Steine sein, wie Pflanzen und Bäume. Laßt uns Tiere sein, laßt uns denken und fühlen wie sie. Horch auf die Luft! Du kannst sie hören, sie spüren, sie riechen und schmecken.Woniya wakan, die heilige Luft, die alles mit ihrem Atem erneuert. Woniya, woniya wakan: Geist, Leben, Atem, Neuwerdung - das Wort bedeutet all dies. Woniya - wir sitzen nebeneinander, wir berühren uns nicht, aber etwas ist da; wir fühlen, daß etwas in unserer Mitte gegenwärtig ist. Das ist ein guter Anfang, um über die Natur nachzudenken und über sie zu reden. Aber reden wir nicht nur über sie - reden wir mit ihr, sprechen wir mit den Flüssen, den Seen und den Winden wie mit unseren Verwandten.


